Wie definiert man eine Gesellschaft in Österreich mit Ihren Normen und Werten?

Wie kann sich die moderne und global ausgerichtete Gesellschaft in Österreich mit ihren Normen und Werten definieren und dabei allen ihren Bewohnern gerecht werden? Welche Werte und Normen machen eine multikulturelle Gesellschaft für alle akzeptabel, damit sie als stabiles soziales Gefüge bestehen und sich den modernen Bedingungen entsprechend entwickeln kann?

Im Vertrag über die Europäische Union (in der Fassung des Lissabonner Vertrags) werden die Werte in Artikel 2 erwähnt: “Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet”.

WERTEMANUFAKTUR – Corona Kampagne  (© 2020 Wertemanufaktur)

“Meistens belehrt uns erst der Verlust über den Wert der Dinge.”

Arthur Schopenhauer

In einer offenen Gesellschaft ist ein intellektueller Meinungsaustausch notwendig, der kulturelle Veränderungen ermöglicht. Daher sind Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit sowie eine strikte religiöse Neutralität von grundlegender Bedeutung um einen Konsens in Bezug auf Grundwerte herzustellen bzw. zu erhalten.

In einer demokratischen Gesellschaft bedarf es aber auch einer Kultur des Streitens, welche die sachdienlichen und produktiven Kräfte einer rednerischen Auseinandersetzung zu nutzen weiß. Eine vernünftige Streitkultur misst sich an vernünftigen Regeln, die es zu befolgen gilt: Zum einen muss der Gegenpartei zugestanden werden, eine andere Meinung zu haben und zum anderen muss gewährleistet sein, diese auch mittels einer rhetorischen Argumentation zu vertreten.

Die parlamentarische Demokratie lebt von dem politischen Streit, von gegensätzlichen Interessen und der Suche nach einem Ausgleich zwischen diesen Interessen. Die Förderung einer vernünftigen Streitkultur bedeutet im Grunde auch eine Förderung der demokratischen Gesellschaft.

Die Problemfelder und Bedrohungen der offenen Gesellschaft wurden von Sir Karl Popper (1902–1994) in 3 Paradoxa definiert:

  • ES GIBT EIN PARADOXON DER FREIHEIT:
    Sie ist nur in Grenzen möglich. Grenzenlose Freiheit hebt sich auf.
  • ES GIBT EIN PARADOXON DER TOLERANZ:
    Grenzenlose Toleranz, die auch die Intoleranten einschließt, beinhaltet die Gefahr, dass die In-toleranten die Toleranz abschaffen.
  • ES GIBT EIN PARADOXON DER DEMOKRATIE:
    Wenn die Mehrheit des Volkes eine undemokratische Partei wählt, ist die Demokratie vorbei.

Unser Ziel:

Etablierung einer Debattenkultur die, die Gefahren einer gespaltenen Gesellschaft für die offene Gesellschaft ernst nimmt, und Meinungen diskutiert und nicht die Träger einer Meinung angreift.

Überwindung der Polarisierung in der öffentlichen Debatte durch Freiheit im Gespräch, Freiheit in der Diskussion, Respekt im gegenseitigen Austausch unterschiedlicher Standpunkte, um sich wieder auf einen gemeinsamen Nenner einigen zu können, selbstkritisch und den Menschen zugewandt.

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