Die Vollverschleierung verletzt die Menschenwürde: TERRE DES FEMMES zur Burka

TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen. Laut der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” von 1948 haben Frauen und Mädchen das Recht, selbstbestimmt, frei und in Würde zu leben. Bereits am 25.06.2010 veröffentlichte TERRE DES FEMMES die Erklärung zur Debatte um die Burka.

Wir fassen hier gerne die wichtigsten Aussagen zusammen. Die ausührliche Erklärung ist im link am Ende des Beitrages zu finden.

Die Vollverschleierung verletzt die Menschenwürde

… Frauen, die freiwillig volle Verschleierung tragen, akzeptieren und unterstützen die Vorstellung der Unterordnung der Frau unter den CAM00389Mann, seine Vormundschaft. Sie akzeptieren und unterstützen auch die patriarchalische und religiöse Vorstellung der sündigen Frau, die, falls unverschleiert oder nicht ordentlich bekleidet, verantwortlich für die “Versuchung” des Mannes ist und entschuldigen Männer, statt diese in die Verantwortung zu nehmen, falls es zu einem Übergriff kommen sollte. …

Minirock versus Kopftuch?

… Menschen, die sich gegen den Schleier aussprechen – dieser Eindruck wird gerne vermittelt -, müssen nicht gleichzeitig BefürworterInnen von Schönheitswahn und Objektivation der Frau sein. Das Tragen des Schleiers und die Überbetonung eines Schönheitsideals, bzw. die Degradierung durch Objektivation der Frau, sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. …

“Dann dürfen die Frauen gar nicht mehr aus dem Haus”

… Gerade durch die Vollverschleierung werden die simpelsten Formen des sozialen Zusammenlebens, wie zum Beispiel ein gemeinsames Essen, das Trinken eines Kaffees im öffentlichen Raum, unmöglich. Die zwischenmenschliche Kommunikation wird durch das Fehlen von Mimik und Gestik so weit eingeschränkt, dass sie auf den puren Informationsaustausch reduziert bleibt. ,,,

Die “Verletzung religiöser Gefühle”

AfricanArt_BurkinaFaso_FaszienDistortionModell_FDM… Hier muss deutlich gefragt werden: Was sind “religiöse Gefühle”? Und warum dürfen diese nicht verletzt werden? Stehen “religiöse Gefühle” über humanistischen Werten?

In der Auseinandersetzung mit den Inhalten und Praktiken einer Weltanschauung, darf es keine Sonderstellung und keine tabuisierten, unantastbaren Bereiche geben. Sonst besteht die Gefahr, dass diese Bereiche missbraucht werden, um gesellschaftliche und rechtliche Normen zu umgehen. Die grundrechtlich verbriefte Religionsfreiheit darf nicht zur Worthülse verkommen, die dafür genutzt , menschenverachtenden und antidemokratischen Gesinnungen Tür und Tor zu öffnen.

Zitiert aus der Erklärung von TERRE DES FEMMES zur Debatte um die Burka: http://www.frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/tdf-positionen/ag-frauenrechte-und-religion/449-25062010-erklaerung-von-terre-des-femmes-zur-debatte-um-die-burka-

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